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Kanzlei für Strafrecht

und Strafverteidigung

Rechtsanwalt Patrick Schmidt
Fachanwalt für Strafrecht und Strafverteidiger aus Nürnberg

0911 - 621 7979 0

Geschädigtenvertretung und Nebenklage

Opfervertretung

Aufgaben des Opferanwalts

Nebenklage Adhäsion (Entschädigung)

Gewaltschutz

Kosten

Opfervertretung

Der Begriff der Opfervertretung umfasst die Rechtsberatung sowie die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung und Betreuung der Opfer von Straftaten bzw. derer nahe Angehörigen und Hinterbliebenen.

Den Opfern und Verletzten von Straftaten stehen grundsätzlich verschiedene Rechte und Möglichkeiten der Einwirkung, der Entschädigung und des Gewaltschutzes offen, deren Existenz und Umfang den Betroffenen in der Regel jedoch weitestgehend unbekannt ist. Verständlicherweise stehen zunächst die Auseinandersetzung mit dem Tatgeschehen, der Opferstellung und den Tatbelastungen im Vordergrund. Teilweise stellt sich den Geschädigten die grundsätzliche Frage, ob nicht ein Verdrängen und Ausblenden des Geschehens am besten wäre. Unter diesem Gesichtspunkt wiegen die Sorgen und Ängste vor etwaigen Verfahrensbelastungen – beispielsweise als Zeuge – und die Fragen der Außenwahrnehmung durch das persönliche Umfeld und die Gesellschaft besonders schwer.

Bereits in diesem frühen Stadium kann Opferberatung und Opferhilfe ansetzen. Grundlage der persönlichen Entscheidung über das weitere Vorgehen und den Verfahrensverlauf ist ausführliche Information und Aufklärung hinsichtlich der Opferrechte und möglichen Belastungen. Auch die Beratung hinsichtlich der Kosten, die in Opferrechtsmandaten zumeist entweder vom Staat oder dem verurteilten Täter zu tragen sind, ist von zentraler Bedeutung. Unter der Rufnummer 0911 – 621 7979 0 können Sie jederzeit mit der Anwaltskanzlei P. Schmidt in Nürnberg Kontakt aufnehmen – Rechtsanwalt Patrick Schmidt kümmert sich fachkundig und persönlich um Ihr Anliegen.

Als auf das Strafrecht spezialisierter Anwalt ist Rechtsanwalt Patrick Schmidt auch als Opferanwalt tätig und vertritt die Betroffenen von Straftaten sowohl außergerichtlich als auch vor Gericht in Strafverfahren, Schadensersatz- und Schmerzensgeldprozessen.

Aufgaben des Opferanwalts

Ein strafrechtlich kundiger Rechtsanwalt, der zugleich als Geschädigten- und Opferanwalt tätig ist, kann noch vor Erstattung einer Strafanzeige zu Rate gezogen werden. Er kann Beratung über den möglichen Ablauf des Strafverfahrens, Information zu spezifischen Verunsicherungen und Befürchtungen, Hilfestellung zur Entscheidungsfindung und Aufklärung über die Rechte der Opfer von Straftaten leisten. Selbstverständlich kann der Opferanwalt auch mit der Prüfung und Erstattung der Strafanzeige und der Unterstützung bei Vernehmungen und Strafantragsstellung beauftragt werden.

Von Beginn bis Ende des Mandats ist die Tätigkeit des Opferanwalts von einer zweigleisigen Aufgabenstellung geprägt. Der umsichtige Rechtsanwalt behält aufgrund der Tatfolgen sowie Belastungen und Traumata der Geschädigten seine stete Schutz- und Hilfestellung ebenso im Auge, wie die engagierte Durchsetzung der Rechte der Verletzten oder Angehörigen.

Ab Erstattung der Strafanzeige befindet sich auch der Verletzte einer Straftat gewissermaßen in einer Doppelstellung. Einerseits ist er in der Regel Zeuge des Geschehens, andererseits ist er zur aktiven Teilnahme am Strafverfahren, zum Beispiel in Form der Nebenklage, berechtigt. Der Rechtsanwalt kann nun für die Umsetzung der Informations-, Akteneinsichts-, Anwesenheits- und Beistandsrechte bei Vernehmung und Verhandlung sowie der weitergehenden Beteiligungsrechte der Betroffenen Sorge tragen. Parallel zu diesen Rechten kann der Opferanwalt die Geltendmachung von Schadensersatz und Schmerzensgeld in Angriff nehmen. Gleichzeitig hat der Rechtsanwalt in bestimmten Fällen, zum Beispiel bei fortgesetzter Bedrohung und Gefahr, Schutzmaßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz in Erwägung zu ziehen und auf deren gerichtliche Umsetzung hinzuwirken.

In der Hauptverhandlung hat der Opferanwalt ebenfalls sowohl die rechtliche als auch die schützende Vertretung wahrzunehmen. Die Schutzfunktion erstreckt sich hierbei unter anderem auf Fragen des Ausschlusses der Öffentlichekeit, der Geheimhaltung der Opferidentität, des Schutzes des Privatlebens und insbesondere der Abwehr bloßstellender und unzulässiger Zeugenbefragung. Jedes Opfer einer Straftat ist in der Regel zugleich Zeuge und damit in seiner Funktion als „Beweismittel“ verpflichtet. Gerade in der Zeugenstellung und der Konfrontation mit Tat, Täter und Gericht bedarf der Geschädigte des anwaltlichen Schutzes und der erfahrenen Unterstützung. Der Opferanwalt agiert zugleich als Zeugenbeistand und sorgt für die Durchsetzung der Zeugenrechte. Wichtig zu wissen ist auch, dass Betroffenen als Nebenkläger zwar ein Anwesenheitsrecht zusteht, aber keine Anwesenheitspflicht herrscht. Dementsprechend kann der Opferanwalt auch ohne die Anwesenheit des Geschädigten, zum Beispiel bei unzumutbarer Belastung, die Vertretung vor Gericht wahrnehmen und die Durchsetzung sämtlicher Rechte verfolgen. In der strafrechtlichen Hauptverhandlung können zugleich die Entschädigungsansprüche über die sogenannte Adhäsion geltend gemacht werden.

Rechtsanwalt Patrick Schmidt bietet den Betroffenen von Straftaten ausführliche Information und Rechtsberatung schon zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Zugleich erfolgt die umsichtige Durchsetzung Ihrer Rechte – sei es Entschädigung, Gewaltschutz oder Nebenklage – in gerichtlicher und außergerichtlicher Vertretung unter sorgsamer Berücksichtigung der persönlichen Situation und der Schutzbedürftigkeit der Betroffenen. Die Frage des Kostenrisikos ist ebenfalls stets ein wichtiger Bestandteil der Beratung und Vertretung. Sind Sie Geschädigte oder Opfer einer Straftat bzw. deren Angehörige, so können Sie unter der Rufnummer 0911 – 621 7979 0 jederzeit unverbindlich Kontakt zu der Anwaltskanzlei P. Schmidt in Nürnberg aufnehmen.

Nebenklage

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es den Opfern von Straftaten möglich, sich als Nebenkläger der Anklage der Staatsanwaltschaft anzuschließen. Mittels der Nebenklage und dem Anschluss als Nebenkläger wird die aktive Beteiligung der Betroffenen von Straftaten am Strafverfahren – über die bloße Zeugenstellung hinaus – umgesetzt und es stehen dem Verletzten weitergehende Infomations- und Beteiligungsrechte als Rechtsträger zur Verfügung. Der Nebenkläger verfügt über ein Anwesenheitsrecht in der Hauptverhandlung, Fragerechte an Zeugen und Angeklagte, Beweisantragsrechte und sonstige Antrags- und Mitwirkungsrechte, die je nach Sach- und Rechtslage zielgerichtet einzusetzen sind.

Berechtigt zur Nebenklage sind Personen, die entwerder unmittelbar durch eine der in § 395 Abs. 1 der Strafprozessordnung aufgezählten Straftaten verletzt wurden oder nahe Angehörige im Falle der Tötung des Opfers. Nach § 395 Abs. 1 der Strafprozessordnung berechtigen folgende Taten zum Anschluss als Nebenkläger:

  • Sexualstraftaten (sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, …)
  • versuchte Tötung und Mord
  • Körperverletzungsdelikte
  • Straftaten gegen die persönliche Freiheit (Schwere Nötigung, Nachstellung, …)
  • Verstöße gegen gerichtliche Anordnungen nach dem Gewaltschutzgesetz
  • Verletzungen gegen Schutzvorschriften aus dem Wirtschaftsrecht
  • Darüber hinaus können auch anderere rechtswidrige Taten – vor allem Beleidigungsdelikte und weitere Angriffsdelikte – beim Vorliegen besonderer Gründe, insbesondere bei schweren Tatfolgen, zum Nebenklageanschluss berechtigen.

Der Anschluss als Nebenkläger ist in jeder Lage des Verfahrens möglich und kann schon vor Anklageerhebung, nämlich bereits mit Einleitung des Ermittlungsverfahrens – also mit Beginn des Strafverfahrens – beantragt werden. Selbst nach Erlass des Urteils kann zum Zwecke der Einlegung von Rechtsbehelfen (Beschwerde) und Rechtsmitteln (Berufung, Revision) noch der Anschluss zur Nebenklage erklärt werden. Im Hinblick auf die aktive Verfahrensbeteiligung und die umfassende Geltendmachung der Opferrechte empfiehlt sich eine möglichst frühzeitige Antragstellung auf Anschluss als Nebenkläger.

Adhäsion

Die Adhäsion bezeichnet die Geltendmachung der Entschädigungsansprüche (Schadensersatz und Schmerzensgeld) des Tatopfers im Strafprozess gegen den Täter. Es wird im strafrechtlichen Urteil sowohl über die Schuld und die Strafe des Angeklagten als auch über die dem Opfer aus der Tat zustehenden Entschädigungsansprüche entschieden. Im Ergebnis findet eine Verfahrenszusammenfassung von Strafprozess und dem Prozess über die Entschädigungsansprüche statt.

Die einheitliche Abhandlung der Entschädigungsansprüche im Strafprozess ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben, sondern die Geltendmachung kann auch in einem separaten zivilrechtlichen Verfahren erfolgen. Je nach Fallgestaltung, Kostenrisiko und Beweislage ist durch einen fachkundigen Opferanwalt zu entscheiden, welcher Weg der Geltendmachung konkret zu wählen ist.

Gewaltschutz

Befürchtet der Verletzte einer Straftat oder das Opfer von Gewalt, Bedrohung und Nachstellung (Stalking) weitere Bedrohung und Gefahr für Körper und Gesundheit, kann im Wege von Unterlassungsbegehren und über Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz Schutz gegen weitere Gewalttaten, Bedrohungen und Nachstellungen (Stalking) verfolgt werden.

Gerichtlich kann beispielsweise erwirkt werden, dass es der Täter unterlässt

  • die Wohnung der verletzten Person zu betreten,
  • sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung der verletzten Person aufzuhalten,
  • zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, an denen sich die verletzte Person regelmäßig aufhält,
  • Verbindung zur verletzten Person, auch unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln, aufzunehmen oder
  • Zusammentreffen mit der verletzten Person herbeizuführen.

Sofern Opfer und Täter in einer gemeinsam genutzten Wohnung leben, kann erforderlichenfalls die Überlassung der Wohnung zur alleinigen Nutzung durch das Opfer erwirkt werden. Sollte der Täter die Vorgaben und Anordnungen des Gerichts nicht beachten und dagegen verstoßen, so stellen diese Zuwiderhandlungen neue Straftaten dar.

Hinsichtlich näherer Information und konkreter Maßnahmen zu der Thematik Gewaltschutz, Opferschutz und Gefahrenabwehr können Sie jederzeit mit Rechtsanwalt Patrick Schmidt Kontakt aufnehmen.

Kosten

Die Frage, wer die Kosten des Rechtsanwalts und des Gerichts zu tragen hat, stehen in Mandaten der Opfervertretung besonders im Vordergrund. Grundsätzlich kann in Opferrechtsmandaten davon ausgegangen werden, dass entweder die Staatskasse oder der verurteilte Täter die entstehenden Kosten zu tragen hat. Nichtsdestotrotz bedarf die Kostenfrage bereits zu Beginn des Mandats einer sorgfältigen Klärung, sodass die Betroffenen nach umfassender Aufklärung über das Kostenrisiko im konkreten Fall über den weiteren Verlauf frei entscheiden können.

Zunächst ist im Rahmen der Nebenklage die Möglichkeit eröffnet, über den Weg der Beiordnung des Rechtsanwalts die Kosten des Verfahrens auf die Staatskasse zu übertragen. Eine Bestellung des Opferanwalts zum Rechtsbeistand auf Staatskosten erfolgt unter anderem bei Sexualverbrechen, Tötungsverbrechen, einer Vielzahl von Verbrechen, die zu schweren körperlichen und seelischen Schäden führen und einer Reihe anderer rechtswidriger Taten, deren Opfer bei Antragsstellung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder ihre Interessen selbst nicht ausreichend wahrnehmen können.

Sind die Voraussetzungen der Bestellung als Rechtsbeistand nicht gegeben, so besteht für wirtschaftlich nicht leistungsfähige Personen die Möglichkeit Prozesskostenhilfe zu beantragen. Im Vorfeld hierzu kann bei den Amtsgerichten ein Beratungsschein für die Erstberatung beim Rechtsanwalt beantragt werden.

Gegebenenfalls tritt die Rechtsschutzversicherung des Betroffenen ein, soweit sie opferrechtliche Maßnahmen und Aspekte abdeckt; in der Regel ist dies der Fall bei Gewaltstraftaten, sodass die Rechtsschutzversicherung die Tätigkeit des Rechtsanwalts als Zeugen- und Verletztenbeistand übernimmt. Ebenso werden die weiteren Kosten der Geltendmachung der Nebenklage und der Entschädigungsansprüche übernommen.

Nicht zuletzt ist zu beachten, dass der Täter im Falle seiner Verurteilung die entstehenden Rechtsverfolgungskosten des Betroffenen als Schadensersatz neben den sonstigen Entschädigungsansprüchen zu tragen hat.

Rechtsanwalt Patrick Schmidt verfügt hinsichtlich der Opfervertretung, der Nebenklage sowie der Geltendmachung von Entschädigungsansprüchen und Opferschutzrechten über umfangreiche Erfahrung und steht Ihnen als umsichtiger Opferfanwalt – insbesondere auch zur frühzeitigen Beratung und Aufklärung – fachkundig zur Seite. Die Kostenrisiken für Verletzte von Straftaten können in der Regel schon früh verlässlich geklärt werden, sodass Sie bei Fragen jederzeit unter der Rufnummer 0911 – 621 7979 0 mit der Anwaltskanzlei P. Schmidt in Nürnberg Kontakt aufnehmen und uns Ihr Anliegen schildern können.

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